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Wie ist der Stand in Sachen Elektroauto?

Der Durchbruch des Elektroautos kommt, soviel ist sicher. Eines fernen Tages werden Fahrzeuge mit Diesel- oder Verbrennungsmotor nicht mehr erlaubt sein auf europäische Straßen.

In Brüssel kursieren bereits Pläne, den Diesel bis 2030 ganz zu verbieten. In Frankreich und Großbritannien möchte man bis 2040 Verbrenner und Diesel ganz von den Straßen haben, und selbst in der Autonation Deutschland wird man um ein Umdenken nicht herumkommen. Als Übergangslösung gibt es bereits etliche Hybridautos. Doch die „reine“ Elektromobilität wird in Europa innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte Einzug halten, auch wenn insbesondere die deutschen Autohersteller bislang noch nicht die ganz großen Anstrengungen unternommen haben, sich an die Spitze der Bewegung Elektrofahrzeuge zu setzen. Doch der Wind scheint sich zu drehen: Nach Dieselgate & Co. scheint man auch hierzulande (endlich) vermehrt in E-Autos investieren zu wollen.

Was machen die Autohersteller?

Wer vom Elektroauto spricht, kommt um Tesla nicht herum. Aber auch einige andere Hersteller haben in punkto Elektromobilität schon aufhorchen lassen. Hier ein kleiner Überblick, was die Autobauer bis zum Juli 2018 auf die Beine gestellt haben.

  • Nachdem Tesla in letzter Zeit in schwere Turbulenzen geriet, hat sich das Baby von Chef Elon Musk berappelt und zum Ende des ersten Halbjahres 2018 das ursprünglich für Ende 2017 avisierte Produktionsziel von 5.000 Elektroautos pro Woche seines Model 3 erreicht. Ob Tesla dieses Produktionsziel dauerhaft einhalten kann, ist allerdings fraglich.
  • BMW hat ehrgeizige Ziele; so will man bis 2025 25 Elektro-Modelle auf den Markt gebracht haben. Für Ende 2019 sollen 500.000 E-Autos und Hybride verkauft worden sein. Zuletzt unterstrich der bayrische Motorenbauer seine Ambitionen, als an den chinesischen Batterieproduzenten CATL ein Milliardenauftrag vergeben wurde.
  • Auch Mercedes wirft langsam die Produktion fürs Elektroauto an. In 2019 soll der EQC die Straßen erobern. Produziert wird der SUV in Bremen, Batterietechnik kauft sich Daimler in Südkorea ein. Und spätestens 2025 will Mercedes zehn E-Modelle vorzuweisen haben.
  • VW hat sich mit dem kalifornische Startup QuantumScape einen Partner gesichert, um der Problematik der geringen Reichweite von Elektrofahrzeugen Herr zu werden. 100 Millionen Dollar sollen in den Hersteller von Feststoffbatterien fließen, der eine doppelt so hohe Reichweite seiner Batterien verspricht. Schon ab 2022 will VW mehr als 300.000 E-Autos im Jahr absetzen.
  • Nissan hat inzwischen 100.000 Einheiten seines Erfolgsmodells LEAF in Europa verkauft, die neue Version des LEAF hat in Europa bis April 2018 sogar den bis dato an der Spitze der Verkaufscharts thronenden Reanult ZOE verdrängt. Weltweit ist der Nissan LEAF mit über 400.000 Abverkäufen ohnehin das meistverkaufte Elektroauto.
  • Renault hat mit seinem Modell ZOE Maßstäbe gesetzt; die Franzosen sind mit dem ZOE Marktführer in Deutschland und Europa. Kein Wunder, gibt es den kleinen Flitzer bereits zu recht erschwinglichen Preisen, nämlich im Segment unter 20.000 Euro. Schon 2022 will Renault mit acht E-Modellen am Markt sein und investiert daher eine Milliarde Euro in seine Produktionsorte in Frankreich.
  • Audi will mit seinem e-tron den Wettbewerbern Mercedes und BMW Paroli bieten. Und auch Tesla hat man schon eine Kampfansage gesendet, indem man die Präsentation des e-tron für September 2018 nach Kalifornien, also direkt ins Tesla-Land verlegte. Allerdings macht den Ingolstädtern derzeit die Verhaftung von Vorstandschef Stadler zu schaffen. Fraglich, ob der e-tron unter diesen Vorzeichen so durchstartet wie erhofft.
  • Die elektrische Zukunft bei Porsche heißt „Taycan“. Dafür startet der Sportwagenbauer eine Joboffensive; 1.200 neue Stellen sollen für die Produktion des E-Autos geschaffen werden. Und langfristig sollen alle Baureihen in der Elektro-Version zu haben sein.
  • Opel bietet seinen Ampera-e inzwischen zwar wieder an, aber eine richtige Erfolgsgeschichte ist der Wagen nicht. Für 2020 soll es den Corsa auch als E-Auto geben. Und spätestens ab 2024 will Opel jede seiner Baureihe auch als Elektroauto anbieten.
  • Bei Ford will man bis 2022 40 E-Modelle im Angebot haben. Eine richtige Strategie hatte Ford bislang nicht, ein E-Auto hat man weder in der Produktpalette noch für die nahe Zukunft angekündigt. Bislang gibt es nur die Aussage, dass elf Milliarden Dollar in die Elektromobilität gesteckt werden sollen.
  • Jaguar hat im Juni 2018 den I-Pace, einen Elektro-SUV, auf den Markt gebracht, der (auch wegen seiner hohen Akku-Leistung) die Fachwelt begeistert. Ob er sich am Markt durchsetzen kann, ist allerdings ob des hohen Einstiegspreises von knapp 80.000 Euro abzuwarten.

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Kein Elektroauto ohne Ladestation

Neben der mangelnden Reichweite und dem (in der Regel deutlich höheren) Anschaffungspreis im Vergleich zum Benziner oder Diesel gibt es ein großes Argument, was Autofahrer davon abhält, sich einen PKW mit Elektromotor anzuschaffen: Die Frage nach dem „Tanken“, sprich der Ladestation.

Wer sich ein Elektroauto anschafft, kommt wohl nicht umhin, sich auch um eine eigen Ladestation zu kümmern, denn der Faktor Zeit spielt beim Ladevorgang leider eine erhebliche Rolle. Je nach Modell kann das Laden Stunden dauern – Zeit, die man als Autohalter sicherlich nicht an einer Tankstelle verbringen möchte. Daher bedarf es (noch) einer Ladestation in der eigenen Garage.

Hoffnung machen allerdings neue Turbo-Ladestationen, die eine „Tankfüllung“ innerhalb von 20 Minuten versprechen. Möglich macht es die Firma Ionity, ein Verbund von BMW, Daimler, Ford, VW, Audi und Porsche, die schnellstmöglich ein europäisches Ladenetz aus dem Boden stampfen will, um die Voraussetzungen für den Elektrofahrzeuge-Markt signifikant zu verbessern. Die erste Ultraschnellladestation Deutschlands gibt es an der Autobahnraststätte Brohltal-Ost, bis 2020 sollen 400 dieser Schnellladestationen in 24 europäischen Ländern aus dem Boden gestampft werden.

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